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August 2016

Der Inflation ein Schnippchen schlagen

Wer seine Anlage vor realem Verlust durch Inflation schützen möchte, kann auf inflationsindexierte Anleihen setzen. Im Gegensatz zu klassischen Anleihen richtet sich ihre Kuponzahlung nach der Höhe der Inflation – womit ein realer Kaufkraftverlust vermieden wird.

Kommt sie bald oder kommt sie nicht? Die Rede ist von der Inflation. Aktuell liegt diese in Europa nah bei null. Die EZB ist damit von ihrem Ziel deutlich entfernt: In ihren Statuten wird eine Inflationsrate "um zwei Prozent" angestrebt. Dass sich die Inflation wieder auf oder gar über dieses Maß einpendelt gilt als sicher, nur der Zeitpunkt ist ungewiss. Für den Anstieg des Preisniveaus – gemessen wird dieser anhand des HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) – sprechen einige wichtige Gründe. 

Zum einen hat die EZB ein starkes Anleihenaufkaufprogramm ins Leben gerufen, bei dem hunderte von Milliarden in den Markt gepumpt wurden. Zwar ist dieses Geld noch nicht zwingend in der Realwirtschaft angekommen, dennoch hat sich die Geldmengenbasis dadurch dramatisch erhöht. Ein weiterer Grund wird ersichtlich, wenn man einen Blick auf die Rohstoffseite wirft. Insbesondere Erdöl ist in den vergangenen Jahren deutlich im Preis gefallen. Kostete ein Barrel vor nicht allzu langer Zeit stolze 100 USD, so liegt der Preis heute bei unter 50 USD. Dieser Zustand wird jedoch nicht ewig halten. Erdöl produzierende Länder haben ein starkes Interesse an hohen Preisen und werden alles daran setzen, diese mittelfristig zu erreichen. Hinzu kommt, dass aktuell hohe Lagerbestände bald abgebaut sein dürften. 

Um einer Inflation entgegenzuwirken, bieten sich sogenannte inflationsgeschützte Anleihen an. Ihre Funktionsweise unterscheidet sich von herkömmlichen Anleihen. Während klassische Anleihen i.d.R. einen festgelegten Kupon auszahlen, richtet sich dieser bei inflationsgesicherten Anleihen nach der Höhe der Inflation. Kupon und Nennwert richten sich also nach der Entwicklung des genannten HVPIs. Damit hat der Anleger gleich zwei Vorteile. Erstens sind inflationsgeschützte Anleihen in der Regel risikoärmer, da sie weniger volatil sind als klassische Anleihen. Und zweitens wird er vor Geldentwertung geschützt. Er erhält also eine reale Rendite, da der Ertrag während der gesamten Laufzeit von der Geldentwertung positiv beeinflusst wird. 

Fazit 

Vieles spricht dafür, dass die Inflation nicht lange auf dem aktuell niedrigen Niveau bleiben wird. Wer sich dagegen schützen möchte, hat mit inflationsbesicherten Anleihen eine interessante Möglichkeit, da hier eine reale Rendite erzielt werden kann. Im Gegensatz zu einer klassischen Anleihe hängt das Renditeniveau von der Höhe der Geldentwertung ab. Oder vereinfacht gesagt: Je höher die Inflation, desto höher die Rendite. 

Foto: © pixabay.com

Quelle: Netfonds AG / Netfonds - News + Top Thema


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