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Januar 2017

Mit Konsum das Portfolio stärken

Wer sein Portfolio sinnvoll diversifizieren möchte, sollte Konsumgüter als Beimischung in Betracht ziehen. Denn sie haben einen besonderen Charme: Auch in schwierigen Zeiten wird konsumiert. Und der wachsende Wohlstand der Emerging Markets lässt dort den Konsum jährlich zweistellig wachsen.

Sportschuhe von Adidas, Mobiltelefon von Apple und regelmäßiger Besuch bei McDonalds – so ließe sich die Konsumwelt der heutigen Jugend plakativ beschreiben. Bei Älteren ist es dann z.B. eher der Porsche oder der Samsung-Fernseher, der im Fokus der Konsumausgaben steht. Den Einzelhandel freut das. Insbesondere die Vorweihnachtszeit steht im Fokus, werden doch hier rund 25% des Jahresumsatzes erzielt. So gibt jeder Deutsche aktuell 300,- Euro im Durchschnitt für Weihnachtsgeschenke aus. Tendenz steigend. Aber unabhängig von der Jahreszeit sollten Anleger den Konsumsektor nicht außer Acht lassen. Das hat mehrere gute Gründe. 

Erstens unterliegen Aktien von Herstellern von Konsumgütern in der Regel geringeren Schwankungen, zumindest dann wenn es sich um nichtzyklische Konsumgüter handelt. Dazu gehören z.B. Lebensmittel, denn gegessen wird immer – auch in Krisenzeiten. Und in solchen Zeiten legen z.B. Hersteller von Convenience Food zu. Wer sich einen Restaurantbesuch nicht (mehr) leisten kann, kauft eine tiefgefrorene Pizza – Aktionäre von Kraft Foods werden sich sehr darüber freuen. 

Zweitens: Zyklische Konsumgüter unterliegen zwar deutlicheren Schwankungen, da ihr Konsum stark von der Einkommenssituation abhängt. Das bedeutet aber nicht, dass ihr Absatz in wirtschaftlich schweren Zeiten gänzlich gegen Null geht. Läuft z.B. der Handyvertrag aus, wird in der Regel ein neues Telefon gekauft. 

Drittens: Der Aufstieg der Schwellenländer. Dank neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten steigt der private Konsum hier seit Jahren mehr als deutlich. Mehr Menschen können sich Konsumgüter leisten und tun dies auch. Ein Ende ist nicht abzusehen. So besitzt nach wie vor nur ein Bruchteil der chinesischen Bevölkerung z.B. einen Kühlschrank, der Aufholprozess ist hier in vollem Gange. Aber auch auf der Lusxusseite ist hier seit Jahren ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. 

Und viertens ist spielt die Marken eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben. Wer einmal eine Coke trinkt, wird selten zu einem Noname Produkt wechseln. Wer die Vorzüge eines Apple Produktes kennen gelernt hat, wird auch im weiteren Leben dessen Produkte nachkaufen. Und wer einmal Porsche gefahren ist, wird später nur ungern auf dieses Fahrgefühl verzichten wollen. Das wissen die Hersteller und setzen alles daran, sich insbesondere in Märkten mit hoher bzw. steigender Kaufkraft zu positionieren und ihre Umsätze dauerhaft zu erhöhen.

Zwar weisen Fonds mit Schwerpunkt auf Konsumgüter Risiken auf. Z.B. in puncto Ausrichtung oder Marktrisiken. Dennoch sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen. Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, langfristig von den Wachstumschancen dieses Sektors zu profitieren. Im Rahmen einer Depotoptimierung können diese Fonds Risiko und Ertrag verbessern. 

 

Quelle: Netfonds AG / Netfonds - News + Top Thema


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