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Februar 2016

China - Weg von der Werkbank hin zur Qualitätsbranche

Viele Analysten erwarten auch für 2016 eine anhaltende, weltweit expansive Geldpolitik der großen Zentralbanken, die das Wirtschaftswachstum sowie die Märkte stützen und fördern dürfte. Auch wenn die USA die Zinsen weiterhin anheben sollte, wird dies in moderaten Schritten erfolgen. Anleger sollten jedoch die niedrigen Inflationsraten sowie die schwache wirtschaftliche Situation der Emerging Marktes als potentielles Risiko im Auge behalten.

Auch das als Sorgenkind dargestellte Reich der Mitte - China - wird eine harte Landung vermutlich abfedern können. Die Regierung sowie die chinesische Zentralbank haben die mögliche Munition zur Stützung von Konjunktur und Märkten in Form von hohen Zinsen und Währungsreserven noch nicht annähernd ausgeschöpft. Es wird jedoch von großer Bedeutung sein, welche langfristigen Reformschritte eingeleitet werden. Speziell der hohe Verschuldungsgrad von chinesischen Unternehmen und der stark fremdfinanzierte Immobiliensektor werden aktuell vom billigen Geld getragen und stellen erhebliche Risiken für den Finanzmarkt dar. Falls es zu Insolvenzen und Kreditausfällen im großen Stil kommen sollte, könnten die Märkte durch die faulen Kredite erheblich belastet werden.
Die derzeit belastete Industrie kann jedoch teilweise vom soliden Dienstleistungssektor abgefangen werden. Auch der Einfluss der großen Kursrückgänge an den Festlandbörsen Chinas auf die Konjunktur sollte nach dem Asienexperten Cornish von Fitch nicht überschätzt werden. Denn der Konsum der Chinesen hat sich bisher unbeeindruckt von den Turbulenzen an den Märkten gezeigt. Dies ist wahrscheinlich auf die geringe Aktienquote der privaten Haushalte zurückzuführen. Steigendes Verbrauchervertrauen wird sich auch in Zukunft auf den Konsum auswirken, was die Nachfrage antreiben würde.
Ein anhaltend niedriger Ölpreis wirkt zwar kurzfristig wie ein Konjunkturprogramm für ölimportierende Länder wie China und Deutschland, aber für Länder wie Brasilien, Saudi Arabien und Russland stellt er eine große Belastung dar und könnte im Hinblick auf China negative Erwartungen streuen, dass die fallende industrielle Nachfrage Chinas nach Öl auf eine Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums zurückzuführen ist.
Nach Magdalene Miller, Managerin des China Equities Fonds von Standard Life, sind unter der Berücksichtigung der Neuausrichtung der chinesischen Wirtschaft Wachstumsraten von 5% oder mehr vielversprechend. Die Neuausrichtung beinhaltet eine wirtschaftliche Entwicklung weg vom produzierenden hin zum dienstleistungsgeprägten Wirtschaftswachstum. Durch diese Neuausrichtung der chinesischen Wirtschaft werden niedrigere Wachstumsraten in Kauf genommen, jedoch kann über die Stärkung der Inlandsnachfrage mit höheren Löhnen ein qualitativ besseres und nachhaltigeres Wachstum erreicht werden. Die wirtschaftlichen Veränderungen Chinas bieten wahrscheinlich auch in Zukunft erhebliche Wachstumspotentiale. 

Foto: © pexels.com

Quelle: Netfonds AG / Netfonds - News + Top Thema


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