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April 2016

Die Deutschen sind Weltmeister im Sparen, aber nicht im Anlegen!

Das deutsche Anleger als risikolose Aktienmuffel bekannt sind, ist kein Geheimnis. Trotz guten Entwicklungen an den Finanzmärkten während der letzten Jahre bleiben immer mehr Anleger dem Spar- und Girokonto im großen Maße treu. Doch wer sein Geld lieber auf Sparkonten lagert, verpasst die Möglichkeit ein Vermögen aufzubauen.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, ist ein möglichst geringes Verlustrisiko für 83 Prozent der Befragten das entscheidende Auswahlkriterium bei der Kapitalanlage. Die Zurückhaltung bei der breiten Masse der Bevölkerung hat ihren Preis und scheint ein Grund für die steigende ungleiche Vermögensverteilung in der Gesellschaft zu sein. Die Bundesbank kommt in einer Studie auf die Erkenntnis: Wer sein Geld lieber aufs Spar- oder Girokonto packt, partizipiert nicht am Vermögenszuwachs in Deutschland.
Nahezu jeder Haushalt hält eine Form von Finanzvermögen. Zwischen 2010 und 2014 ist der Anteil an Sparkonten zwar um 6 Prozent gefallen, gleichzeitig stieg jedoch auch der durchschnittliche Wert der Sparkonten an. Auch der Anteil festverzinslicher Versicherungsprodukte wie Lebensversicherungen ist nach wie vor gefragt und seit 2010 konstant.
Während des gleichen Zeitraumes konnte der DAX bis zu 70 Prozent an Wert zunehmen und dennoch parkten viele Anleger ihr Geld lieber zu niedrigen Zinsen. Es zeigt sich, dass der Aktienanteil von Haushalten mit zehn Prozent äußerst gering ist. Der Anteil von Haushalten die Fonds besitzen ging zwischen 2010 und 2014 sogar von 17 Prozent auf 13 Prozent zurück. In den obersten Einkommensgruppen liegt der Aktienanteil deutlich höher bei 32 Prozent, weshalb ohnehin schon vermögendere Haushalte überproportionale Vermögenszuwächse erzielen konnten.
Es zeichnet sich auch ein klarer Trend bei Haushalten mit geringem Vermögen ab. Anstatt das angesparte Kapital in den Kapitalmärkten anzulegen, stieg der Konsum für beispielsweise Autos nach dem Motto "Konsum statt Investition" an.
In der Studie der Bundesbank wird deutlich, dass die Vermögensstruktur deutscher Haushalte auch durch relevante Veränderungen in der Geldpolitik und Zinsen nicht zu einem Umdenken oder einer Neuorientierung geführt hat. Die Deutschen können weiterhin als sehr konservativ beschrieben werden und nehmen für vermeintliche Sicherheit Zinsen an der Nullgrenze in Kauf, die eine langfristige Vermögensbildung nahezu unmöglich machen.
Wenden Sie sich an einen Finanzberater Ihres Vertrauens und lassen Sie sich Anreize und Möglichkeiten für eine Umschichtung Ihres Vermögens geben, die zu Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikoaffinität passen. 

Foto: © pixabay.com

Quelle: Netfonds AG / Netfonds - News + Top Thema


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